Die Entstehung der DAJOERI-Panflöte und der DAJOERI-Panflötenschule Drucken E-Mail
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Die Entstehung der DAJOERI-Panflöte und der DAJOERI-Panflötenschule
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Bis Ende 1968 war die Panflöte in Westeuropa praktisch unbekannt. Zum damaligen Zeitpunkt hörte man wohl südamerikanische Melodien wie "El condor pasa", die mit der Kena- und später mit der Siku-Flöte gespielt wurden und die im Klang für das ungeübte Ohr eine gewisse Ähnlichkeit mit der Panflöte hatten.

Für die Panflötenliebhaber mag es von Interesse sein, zu erfahren, wie die Panflöte Ende der 60er Jahre in Westeuropa bekannt wurde und wer zu deren Verbreitung beigetragen hat.

Wer sind Marcel Cellier und Gheorghe Zamfir?

Bereits 1960 begann der Schweizer Musikliebhaber Marcel Cellier am Westschweizer Radio jeden Samstag Sendungen unter dem Titel "De la Mer Noire à la Baltique" zu präsentieren. In den folgenden 25 Jahren hat er über 1000 Sendungen zusammengestellt und davon hunderte den Panflötisten Damian Luca, Constantin Oprea, Nicolae Pîrvu, Radu Simion, Simion Stanciu "Syrinx" und Gheorghe Zamfir gewidmet.

Marcel Cellier bereiste damals den Balkan mit seinem Tonbandgerät auf der Suche nach echter Folklore. Er besuchte auch den Prof. Tiberiu Alexandru am Folkloreinstitut in Bukarest und hörte sich Tonaufzeichnungen von jungen Folkloreinterpreten an. Dabei stiess er auf Tonstudioaufnahmen, die ein junger Musikstudent namens Gheorghe Zamfir mit seinem Panflötenlehrer Fanica Luca bespielte. Cellier war von diesen Aufzeichnungen begeistert und wünschte den jungen Musikstudenten kennen zu lernen. Prof. T. Alexandru erfüllte Celliers Wunsch und organisierte dieses Treffen, an dem auch Fanica Luca teilnahm. In der Folge konnte Cellier einige Tonbandaufzeichnungen erstellen, die er in seine Sendungen einbaute.

1969 lud er Gheorghe Zamfir zu sich in die Schweiz ein und überraschte diesen, indem er ihn eines Abends in die Kirche nach Cully entführte, sich an die Orgel setzte und anfing rumänische Doinas zu spielen. Zamfir war zu Beginn total perplex, da er bis zu diesem Augenblick noch niemals "seine" Melodien aus Rumänien mit Orgelklängen gehört hatte. Bis anhin war er nur gewohnt, diese Melodien in Originalbesetzung mit Panflöte, Zimbal, Akkordeon, Geigen und Bass zu hören. Er war dermassen elektrisiert, dass er seine Sopranpanflöte nahm und wie im Traum zu Celliers Orgelklängen zu improvisieren begann.


Das war die Geburt von Celliers Idee rumänische Melodien mit "Panflöte und Orgel" vorzutragen. Die Verwandtschaft der beiden Instrumente lag auf der Hand. Man kann sich kaum zwei andere Instrumente vorstellen, die so harmonisch zusammen passen. Die Panflöte ist der Vorläufer der Pfeifenorgel, auch wenn Jahrtausende in der Entwicklung der beiden Instrumente dazwischen liegen. Die Panflöte sieht genau so aus wie ein kleines Orgelpositiv.

Wenn Marcel Cellier über die Begegnung dieser beiden Instrumente spricht, nennt er es auch gerne die Liebeshochzeit zweier Instrumente. Da er damals nicht nur ein Kenner der rumänischen Folklore war, sondern auch den Geschmack seiner Zuhörerschaft kannte, stellte er gegen den Willen Zamfirs ein Programm zusammen, bestehend aus den wunderschönen Doinas, die diese beiden Künstler später weltweit bekannt machten.

Darauf organisierte er ein Konzert in der 460-plätzigen Kirche in Cully. Es war die weltweite Premiere von "Panflöte und Orgel" in der Öffentlichkeit, Zamfir mit der Panflöte und Cellier an der Orgel.

Zu diesem Konzert erschienen über 750 Leute, die dicht gedrängt vor der Kirche standen. Sie suchten sogar auf den Treppen, um die Orgel, auf der Empore und um den Altar herum Plätze und setzten sich auf den Boden. Die Kirche hatte seit ihrer Entstehung noch nie so viele Leute beherbergt und das Konzert war ein riesiger Erfolg.

Ein paar Monate später organisierte Marcel Cellier in der 2000-plätzigen Victoriahall in Genf ein Konzert, das total ausgebucht war. Am folgenden Tag konnte man in der Zeitung "La Suisse" lesen: "Von der ersten bis zur letzten Note erklang ein Präludium eines fabulösen musikalischen Abenteuers."

Marcel Cellier dehnte die Konzerttätigkeit aus und machte Zamfir zunächst auch in der deutschen Schweiz bekannt, später in Frankreich, Deutschland und bis Australien.

Das australische Konzert wurde live mitgeschnitten und es entstand die Disque d'Or "Flûte de Pan et Orgue". Für diese Liveaufnahme wurde den beiden Künstlern im Jahre 1984 in Paris von der "Académie du Disque Français" der "Grand prix audiovisuel de l'Europe" vom französischen Präsidenten Chirac überreicht.

1990 wurde Marcel Cellier in Hollywood mit der höchsten Auszeichnung, die es in der Musikbranche gibt, dem GRAMMY AWARD geehrt. Sogar Lord Yehudi Menuhin begeisterte sich für Celliers Aufnahmen.


Überall wo die beiden Musiker auftraten, wurden sie in voll besetzten Kirchen und Konzerthallen bejubelt und gefeiert. So wurde auch die Weltfirma Philips auf Zamfir aufmerksam. Der damalige Präsident dieses Konzerns, Mr. Hazan, reiste im Jahre 1974 persönlich zu Marcel Cellier nach Hause und wurde dort Zamfir vorgestellt. Bei dieser Begegnung nahm Mr. Hazan Zamfir gleich unter Vertrag. Diese historische Zusammenkunft, eingeleitet von Marcel Cellier, war der Anfang einer steilen Karriere Zamfirs. Philips machte Zamfir weltweit bekannt, indem sie ihn mit namhaften Künstlern wie James Last zusammenbrachte, Platten produzierte und Konzerte organisierte.

Andere rumänische Panflötisten wurden durch diese Erfolge angeregt und meldeten sich ebenfalls bei Marcel Cellier mit der Bitte, sie zu unterstützen.

In den 70er Jahren kam Simion Stanciu (Syrinx) zu Marcel Cellier, der ihm den Kontakt zur Platten- Firma Disques Office Fribourg ermöglichte. Der Firmenleiter nahm diesen unter Vertrag. Von da an lebte Stanciu in der Westschweiz.

Zwischendurch hörte man ihn immer wieder im Ensemble des Rumänen Benone Damian als Panflötisten an verschiedenen Konzerten. Als Simion Stanciu auch in Adliswil auftrat, lernte Jöri Murk ihn kennen und wurde von ihm im Panflötenspiel unterrichtet.

Die Weltkarriere von Simion Stanciu (Syrinx) begann in den 80er Jahren, als er sich ernsthaft mit der klassischen Musik auseinandersetzte. Durch seine eiserne Disziplin und seinen unermesslichen Willen brachte er es zu einer einmaligen Leistung, klassische Werke auf der Panflöte meisterhaft zu spielen. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Bald trat er mit namhaften Künstlern in der ganzen Welt auf. Viele CD's sind Zeugen seines hervorragenden Könnens.

Ab 1993 begann Simion Stanciu (Syrinx) auch an Panflöten-Seminaren der DAJOERI-Panflötenschule mitzuwirken. Er unterrichtete deren Panflötenlehrer und beteiligte sich an Panflötenseminaren für Laienmusiker.

1994 wurde er Schweizerbürger und lebt seither in Genf.

1997 wurde er vom SMPV (Schweizerischer Musikpadagogischer Verband) als Mitglied anerkannt.

Im Frühling 1998 entschloss er sich, in Zürich eine Panflötenakademie zu eröffnen, an der er junge Musiker(innen) zu Berufspanflötisten(innen) ausbildet.

Seit der Eröffnung der Panflötenakademie ist eine junge Panflötistin seine Mitarbeiterin. In ihrer Jugend hat sie das Panflötenstudium an der DAJOERI-Panflötenschule gestartet, die an der Migros-Klubschule Zürich Gruppenunterricht erteilte. Bald erkannte ihr Lehrer Jöri Murk ihre Begabung und ermunterte Peder Rizzi, ihr Einzelunterricht zu geben. Peder Rizzi schickte sie zu rumänischen Panflötisten, damit sie sich zusätzliche Fertigkeiten aneignen konnte. Später nahm sie an einem DAJOERI Seminar in Arosa teil. Simion Stanciu (Syrinx) war dort einer der Kursleiter und überzeugte sie, sich hauptsächlich auf das Panflötenstudium zu konzentrieren.


Wer ist Jöri Murk?

Im Jahre 1970 hörte Jöri Murk zum ersten Mal durch die Initiative seiner Schwester die Panflöte auf einer LP. Er war vom Klang dieses Instrumentes sogleich fasziniert und begann nur mit der Vorlage eines Fotos, eine Panflöte zu bauen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keine brauchbaren Pläne und Literatur über den Bau dieses Instrumentes.

Im Jahre 1971 lernte er Gheorghe Zamfir persönlich kennen, stellte sich ihm als Panflötenbaulehrling vor und wurde von ihm in Celliers Haus herzlich empfangen. In der Folge wurde Murk von Zamfir während mehreren Jahren im Panflötenbau betreut. Damals hatte Zamfir die Idee, in der Schweiz eine Panflötenschule zu eröffnen und brauchte dafür Instrumente, denn in Rumänien gab es praktisch niemanden mehr, der sich der Kunst des Panflötenbaus widmete. Die Panflöte war damals in Rumänien nicht mehr ein so populäres Instrument, mit dem man seinen Lebensunterhalt hätte bestreiten können.

Zamfir konnte seine Idee aber nicht verwirklichen, da er andauernd durch seine Konzerte weltweit unterwegs war. Durch Zamfirs Einfluss und Ratschläge entwickelte Jöri Murk qualitativ hochstehende Konzertpanflöten und gab ihnen den Namen DAJOERI. Seine Arbeit wurde zum einen durch das Eidgenössische Departement des Innern mit einem Preis in angewandter Kunst prämiert und zum anderen von Zamfir selbst geschätzt, der mehrere Panflöten aus dem Hause DAJOERI bezog. Selbst Simion Stanciu liess sich von Murk eine exakte Kopie seiner Panflöte bauen, um sich an diesem Instrument für seine Lippen ein neues Mundstück entwickeln zu lassen. Diese Neuentwicklung ermöglichte ihm in schnellen Passagen, die Halbtöne ohne störende Obertöne anzublasen. Nachdem diese Korrektur erfolgreich gelungen war, liess er Jöri Murk diese Änderung auch an seinem eigenen Instrument anbringen.

Da Zamfir keine Panflötenschule in der Schweiz eröffnete, die Nachfrage danach aber ständig stieg, wendete sich Jöri Murk an verschiedene Musikschulen in der Schweiz mit der Bitte, Musiklehrer(innen) im Panflötenspiel ausbilden zu lassen, damit diese den gewünschten Unterricht liefern können. Überall wurde er abgewiesen mit der Bemerkung, die Panflöte sei nur ein Modeinstrument. So machte er sich selber daran, dieses Instrument zu erlernen und gab zunächst sein Wissen an kleine Gruppen um Zürich herum weiter. Sein damaliges Wissen holte er sich bei Simion Stanciu Syrinx, seinem Lehrer und späteren Freund und aus dem im Jahre 1975 erschienenen Lehrgang von Zamfir in französischer Sprache für das Selbststudium im Panflötenspiel.

Mit diesem Wissen und seinem heilpädagogischen Können entwickelte er den ersten Lehrgang zum Panflötenspiel in Deutscher Sprache.

 


Die erste Panflötenschule in der Schweiz

 

Geschichte der DAJOERI-Panflötenschule

1976 gründete Jöri Murk in Zürich die erste Panflötenschule der Schweiz und nannte sie DAJOERI-Panflötenschule. Durch eine Radiosendung mit der Moderatorin Maria Cadruvi vom Radio DRS wurde Murk an einem Samstagmorgen als Panflötenbauer und -lehrer vorgestellt. Dieses Interview brachte ihm sogleich viele Anfragen und füllte seine Klassen.

1977 eröffnete er an den Musikschulen Stans und Sachseln Panflötenklassen.

Dieser neue Aufgabenbereich in Zürich und der Innerschweiz faszinierte ihn immer mehr, sodass er sich entschloss, seine Freizeit für die Verbreitung dieses Instrumentes einzusetzen. Da ihm die finanziellen Mittel fehlten, um an die breite Öffentlichkeit zu gelangen, suchte er sich einen Partner, der bereits einen breiten Vertriebskanal besass, um seine Idee unter Panflötenliebhabern zu verbreiten.

1979 gelangte er mit der Bitte an Herrn Lichtensteiger, den damaligen Migrosklubschulleiter von Zürich. Dieser gab ihm die Möglichkeit, Kurse durchzuführen.

Dies ermöglichte Jöir Murk, an die Öffentlichkeit zu gelangen, nachdem die meisten Musikschulen nicht bereit waren sich mit diesem Neuland zu befassen. So konnte jedermann selber entscheiden, ob die Panflöte "nur ein Modeinstrument" sei, oder ob sie wirklich das war, was Murk in ihr gesehen hat. Für ihn ist die Panflöte nämlich ein ausserordentlich vielseitiges Instrument mit ungeahnt vielen Klangnuancen, ähnlich der menschlichen Stimme.

Der Erfolg, den er mit seinen Kursen erzielte, gab ihm Recht. In kürzester Zeit unterrichtete er über 150 Erwachsene und Jugendliche in Gruppen an der Zürcher Migrosklubschule. Da die Nachfrage ständig stieg, und es keine ausgebildeten Panflötenlehre(innen) gab, bildete er seine ältesten Panflötenschüler(innen) zu Panflötenlehrer(innen) aus.

Jöri Murk schrieb im Jahre 1979 auch eine "Einführung ins Panflötenspiel", weil zum damaligen Zeitpunkt weltweit nur die Panflötenschule von Gheorghe Zamfir in französischer Sprache existierte. Es gab damals in deutscher Sprache noch kein Unterrichtsmaterial und die Nachfrage danach war sehr gross.

Jöri Murk selber sagt: "Mein Wissen über das Panflötenspiel habe ich Gheorghe Zamfir, meinem Panflötenlehrer Syrinx, meinen Freunden Damian Luca, Nicolae Pîrvu und Radu Simion zu verdanken.


Durch viele Gespräche mit diesen Virtuosen, deren Auftritte und das Beobachten ihres Spielens, das ich auf Video aufzeichnete, konnte ich ihre verschiedenen Spieltechniken studieren, analysieren und deren Gemeinsamkeiten zusammenfassen. Das vorliegende Werk 'Einführung ins Panflötenspiel' ist das Resultat dieser langen Arbeit. Es ist ein Leitfaden für den Anfänger, um erfolgreicher zum Panflötenspiel hingeführt zu werden. Danach arbeiten wir mit der französischen Panflötenschule von Gheorghe Zamfir, die im Chapell-Verlag in Paris erschienen ist. Auch dafür habe ich für den Lehrer einen Leitfaden zusammengestellt, der die wesentlichsten Spieltechniken aufzeigt.

Für diesen Leitfaden und die Zamfirschule benützen wir die rumänische Alt-Panflöte mit 22 Rohren, die beim G1 beginnt und bis zum viergestrichenen G reicht. Das Instrument soll in G-Dur gestimmt sein."

1980 animierte und unterstützte Murk seinen Schüler Robert Schumacher, eine DAJOERI-Panflötenschule im Fürstentum Liechtenstein zu eröffnen, aus der sich der Liechtensteinische Panflötenchor entwickelte.

1981 richtete er seinem Schüler Peter Ringeisen den Panflötenunterricht an der Migrosklubschule St. Gallen ein.

1981 begann die Lehrerin Rita Niederberger Privatunterricht in Hergiswil zu erteilen. Im gleichen Jahr richtete sie an der dortigen Musikschule und 1983 an der Musikschule Stans Panflötenklassen ein. So brachte sie das Instrument im Kanton Nidwalden unter die Leute und setzte sich vehement ein, bis das Instrument von den Musikschulen in der Innerschweiz anerkannt wurde und immer mehr Anhänger fand. Frau Niederberger war bereits diplomierte Blockflötenlehrerin und erwarb sich ihre Zusatzausbildung in Stans im Unterricht bei Jöri Murk, der sie auch zur Panflötenlehrerin ausbildete.

1982 setzte Murk Dorli Carigiet (Zarli Carigiets Frau) an seiner Stelle an der Musikschule Sachseln ein.

1982 delegierte Jöri Murk Peter Schinz an die Migrosklubschulen Zürich und Luzern, um in seinem Namen dort zu unterrichten.

1982 lernte Jöri Murk den rumänischstämmigen Joachim Domide kennen, der in seiner Heimat das Cello-Studium begonnen hatte und 1974 in die Schweiz emigrierte. Damals begann Domide gerade im Selbststudium die Panflöte zu spielen. Jöri Murk konnte Domide für seine Idee gewinnen, sich von ihm zum Panflötenlehrer ausbilden zu lassen. Bereits im folgenden Jahr war Joachim Domide so weit, dass er selber Panflötenunterricht erteilen konnte. Gleichzeitig wurde er von Murk ausgebildet, eine Schule selbständig zu führen.

1983 richtete ihm Jöri Murk DAJOERI-Panflötenschulen in Chur, Uster und Zug ein. Er übergab sie ihm zur selbständigen Führung. Dadurch wurde es Domide möglich, sich voll der Musik zu widmen. Das fiel ihm umso leichter, als ihm diese neue Beschäftigung auch eine bessere Existenzmöglichkeit bot. Der talentierte Musiker entwickelte sich schnell zu einem erfolgreichen Panflötenlehrer und -spieler. Er entwickelte neues Notenmaterial und vertrieb es auch selber über die DAJOERI Panflötenschulen. Mit seinen Kenntnissen und Beziehungen zu seiner Heimat stellte er Kontakte für die DAJOERI Panflötenschule her.


Durch ihn lernte Jöri Murk auch seinen Cousin Gheorghe Ciolac, einen begnadeten rumänischen Musiker, kennen. Dieser ist seither ständiger musikalischer Berater, Arrangeur rumänischer Folklore, Begleiter und Freund des Hauses DAJOERI. Für diese Bekanntschaft ist Jöri Murk Joachim Domide noch heute dankbar. 1986 löste sich Domide vom Hause DAJOERI, da er sich in dieser nun doch schon recht grossen Organisation eingeengt fühlte. Er taufte die DAJOERI-Panflötenschule in DOMIDE Panflötenschule um. Durch seine Ausbildung und die gewonnene Erfahrung im Hause DAJOERI und inspiriert durch die Zamfirschule erarbeitete er ein Konzept für einen neuen Panflötenlehrgang. Gheorghe Ciolac erhielt von ihm den Auftrag, für den Lehrgang passende Melodien zu komponieren. Peter Schinz, der sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls selbständig gemacht hatte, schrieb die Melodien ins Reine.

1984 war Elfriede Kamber, diplomierte Blockflötenlehrerin, bereit, an der Musikschule in Kloten Panflötenunterricht anzubieten.

1984 begann Erwin Dietschi, ebenfalls ein ehemaliger Schüler von Jöri Murk, in Heerbrugg Panflötenunterricht zu erteilen.

1985 setzte Murk Karin Schorath an der Migros Klubschule Zürich, Zug und an der Musikschule Schaffhausen ein. In Horgen und Adliswil eröffnete sie selber eine DAJOERI-Panflötenschule.

1985 gründete Jöri Murk den DAJOERI-Panflötenchor Zürich und leitete ihn acht Jahre lang, bevor er die Leitung 1993 an Lise-Anne Schwander übergab. Sie wurde von ihm zur Panflötenlehrerin ausgebildet und unterrichtet seit über 20 Jahren in Solothurn und Aarau erwachsene Panflötenschüler. Sie gibt selber Konzerte und überzeugt mit ihrer musikalischen Ausdruckskraft. Während etlicher Jahre erstellte sie am Computer Notenmaterial für die DAJOERI-Panflötenschule, das von namhaften rumänischen Musikern wie Constantin Arvinte und Gheorghe Ciolac arrangiert wurde.

1989 lernte Jöri Murk Peder Rizzi kennen. Rizzi ist Berufsmusiker und baute sich damals Panflöten aus Flaschen, mit denen er in verschiedenen Fernsehauftritten bekannt wurde. Rizzi interessierte sich immer mehr für dieses Instrument und liess sich von DAJOERI mehrere Panflöten bauen, die bis heute unter dem Namen "Meister-Rizzi-Panflöte" erhältlich sind. Durch Selbststudium und Kontakte mit verschiedenen rumänischen Panflötisten entwickelte er seine Spieltechnik zur Perfektion. Er schrieb eigene Melodien, die er in verschiedenen Verlagen veröffentlichte und begann am Konservatorium Zürich Panflötenunterricht zu erteilen. Ihm und anderen Musikern ist es zu verdanken, dass heute die Panflöte an diesem Konservatorium als Ausbildungsfach angeboten wird.

Peder Rizzi bildete mit Urban Frey, Franz Winteler, Simion Stanciu und anderen Musikern eine Arbeitsgruppe, welche die Prüfungsbedingungen für die Aufnahme ans Konservatorium in Zürich erarbeitete.

Durch Jöri Murks Pionierarbeit im Panflötenunterricht und Panflötenbau nennt man ihn scherzhafterweise den "Vater der Panflötenbewegung" in der Schweiz.


Was geschah mit dem Panflötenbau?

Während der ganzen Zeitspanne unterrichtete Jöri Murk tagsüber an der Volksschule, und abends gab er täglich fünf Stunden Panflötenunterricht, von Montag bis Freitag. Nur nachts nach seinem Panflötenunterricht und an den Wochenenden baute er für seine Schüler Instrumente, da es auf dem Markt immer noch keine professionellen Panflöten zu kaufen gab.

Als er mit der Arbeit nicht mehr nach kam, suchte er sich junge Mitarbeiter, die ihm beim Panflötenbau halfen. Er bildete folgende Personen im Panflötenbau aus: Thierry Tutellier (der später für einige Zeit bei Musik Hug Panflöten baute, sein Nachfolger ist Michael Dinner), Jörg Frei, François Meier, Elisabeth Fischer, Cornelis Ratering, Marcel Frick, Miodrag Jankovic, Roland Eder, Christoph Flück, Walter Wyrsch, Roman Müller.

Da die Aktivitäten ständig zunahmen, gründete Jöri Murk im Jahre 1988 die Aktiengesellschaft DAJOERI AG.

Seine Frau Felicitas übernahm die Geschäftsführung und leitet seither diese Organisation. Der Gründer steht noch als Berater zur Seite.

Jörg Frei, ehemaliger Orgelpfeifenbauer, wurde zum Panflötenbauer ausgebildet.

Jörg Frei wurde von Jöri Murk auch zum Panflötenlehrer ausgebildet und unterrichtet seit vielen Jahren an den DAJOERI Panflötenschulen Baden, Basel und Bern über 100 erwachsene Panflötenschüler. Durch seine intensive Konzerttätigkeit und CD-Aufnahmen ist die Öffentlichkeit auf ihn aufmerksam geworden.

In der Schweiz spielen nun wohl schon über 10'000 Liebhaber dieses Instrument, und es kommen immer neue dazu.

 
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